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das moderne Uhrenband

Das moderne Uhrenband

« Das moderne Uhrenband bietet große Vielfalt bei Material und Verschluss »

Die Form und das Design des Armbandes spielen für viele Käufer eine wesentliche Rolle bei der Auswahl einer Uhr, sei es aus Gründen des Modegeschmacks oder aus praktischen Gründen – etwa wegen bestimmter Materialeigenschaften. Die große Vielfalt der infrage kommenden Materialien, Farbtöne und Verschlüsse macht die Auswahl des passenden Uhrenarmbandes mitunter nicht leicht. Im Folgenden finden Uhrenliebhaber einen kurzen Überblick – und vielleicht auch ein paar interessante Anregungen für ihre individuelle Kaufentscheidung.

Materialien für Uhrenarmbänder

Typischerweise finden vor allem Leder, Metall, Kautschuk oder Textil Verwendung als Uhrenband-Material. Jedes dieser Materialien hat bestimmte praktische Vor- und Nachteile, aber auch eine bestimmte ästhetische Wirkung, durch die es sich von anderen unterscheidet.

Lederbänder

Leder – vielseitig und stilvoll

Am weitesten verbreitet dürften die oft auch mit dem englischen Begriff Strap bezeichneten Lederbänder sein, die in den unterschiedlichsten Farben und Oberflächenstrukturen erhältlich sind. Bei Herrenuhren dominieren dabei mit großem Abstand die Farben Schwarz, Braun und Grau beziehungsweise Anthrazit, während andere Farbtöne deutlich seltener anzutreffen sind. Bei Damenuhren hingegen ist die Farbpalette insgesamt bunter und vielfältiger. Als besonders fein gelten Uhrenarmbänder aus glattem, feinnarbigem Kalbsleder, die besonders gut zu einer eleganten Dresswatch passen. Sie drängen sich optisch nicht in den Vordergrund und lassen die Uhr selbst sehr gut zur Geltung kommen. Exotische Lederarten, so zum Beispiel Krokodil- oder Alligatorleder, sind in Kombination mit hochwertigen Luxusuhren ebenfalls sehr beliebt und passen besonders gut zu sportlichen Herrenchronographen oder Taucheruhren, sofern letztere nicht an einem Metall- oder Kautschukband getragen werden. Lederbänder werden neben ihrer visuellen Wirkung vor allem wegen ihrer Trageeigenschaften geschätzt und können in der Regel leicht ausgetauscht werden, wenn sich das aufgrund einer Beschädigung oder veränderter individueller Vorlieben als notwendig erweisen sollte. Ein Nachteil besteht darin, dass ihre Oberfläche – besonders bei feinen, weichen Lederarten – nicht besonders widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchung ist und leicht durch Kratzer oder Abschabungen beschädigt werden kann.

Metallbänder

Metall als Uhrenband-Material

In der Beliebtheitsskala dürften Armbänder aus Edelstahl gleich an zweiter Stelle hinter Lederbändern rangieren. Je nach Größe und Zahl ihrer Glieder können sie eher sportlich oder elegant wirken. Eine besonders elegante Variante ist das sogenannte Milanaiseband. Zwar kann auch eine Oberfläche aus Edelstahl durch Kratzer beschädigt werden, doch stellt dies die Festigkeit eines Edelstahlbandes nicht infrage. Häufig werden Edelstahlbänder auch mit einer PVD-Beschichtung versehen, sodass sie entweder andere Metalltöne wie Gold, Kupfer und Bronze oder auch Farbtöne wie Schwarz, Olivgrün und anderes mehr zeigen. Eine besonders edle und hochwertige Variante eines metallenen Uhrenbandes ist natürlich ein Armband aus Gold. Ein goldenes Uhrenarmband ist in der Regel nur in Kombination mit Uhren aus demselben Material erhältlich, die Farbtöne variieren dabei von hellem Weißgold über den typischen, warmen Goldton bis hin zu verschiedenen Rosé- und Rotgoldtönen. Auch Graugold bekommt mehr und mehr Anteile.

Kautschuk Textil Bänder

Kautschuk und Textil auf dem Vormarsch

Seit einigen Jahren erfreuen sich auch Uhrenbänder aus Kautschuk und aus Textil immer größerer Beliebtheit. Kautschuk wird wegen seiner angenehmen Trageeigenschaften und seiner Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit geschätzt, die dieses Material vor allem im Vergleich mit Lederbändern auszeichnet. Es wird deshalb besonders gern für Taucheruhren und andere sportliche Uhrenmodelle verwendet und kommt neben Schwarz häufig auch in anderen Farbtönen wie Rot, Orange oder Gelb vor. Textilbänder oder Nato-Straps sind an sich nicht neu, sondern wurden schon zur Zeit des Zweiten Weltkrieges für militärische Zwecke entwickelt und verwendet. Seit einigen Jahren erleben die ebenso als Nato-Bänder bekannten Uhrenbänder eine Renaissance. Hergestellt werden sie meist aus Kunstfasern wie Nylon oder Perlon. Sie lassen sich relativ preiswert herstellen und sind ebenso robust wie wasserfest. Dazu kommt ein modischer Aspekt: Kunstfasern als Uhrenband-Material erlauben eine große Vielfalt an Farben und Farbkombinationen.

Dornschließe, Faltschließe & Co.

FaltschliesseMit welchem Verschluss ein Uhrenband am Arm befestigt wird, hängt zum Teil von praktischen Aspekten und vom jeweiligen Uhrenband-Material ab, ist aber auch eine Frage individueller Vorlieben. Der am meisten genutzte Verschluss ist sicherlich nach wie vor die Dornschließe, wie sie auch in anderen Zusammenhängen an Lederriemen, Gürteln und Taschen verwendet wird. Diese Form des Verschlusses ist bereits seit der Antike bekannt. Es handelt sich dabei um eine relativ einfache Verschlusslösung, die dank den im Strap befindlichen Löchern ein unkompliziertes Variieren der Armbandlänge erlaubt. Dornschließen eigenen sich für Leder- und Textilbänder, aber auch für Armbänder aus Kautschuk. An Metallarmbändern hingegen kann ein solcher Verschluss nicht eingesetzt werden. Hier dominieren in der Regel Faltschließen, Kippfaltschließen oder Butterflyschließen. Diese Verschlüsse werden jedoch teilweise auch an Lederbändern verwendet und bieten dort den Vorteil, dass das Leder beim Öffnen und Schließen nicht so stark geknickt werden muss, wie das bei Verwendung einer Dornschließe der Fall ist. Der Nachteil dieser Verschlüsse besteht allerdings darin, dass sie in der Regel fest am Armband angebracht sind und – im Unterschied zu einem mit Löchern versehenen Strap – keine Verstellung der Länge ermöglichen. So kann die Länge eines Armbandes aus Metall in der Regel nur dadurch variiert werden, dass einzelne Glieder entnommen oder eingefügt werden. Butterflyschließen werden an Metallbändern häufig auch aus ästhetischen Gründen eingesetzt, weil sie unauffälliger sind und für eine optisch gleichmäßige Wirkung des Bandes sorgen. Da ein solcher Verschluss im Unterschied zu Falt- oder Kippfaltschließen auf den ersten Blick kaum sichtbar ist, wirkt das Uhrenband dann eher wie ein durchgehendes Schmuckarmband.