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Digitaluhr

« Das Comeback der Digitaluhr »

In der Mitte prangt schwarz auf Grau die Uhrzeit. Dabei markiert das Grau kein Zifferblatt im eigentlichen Sinne. Vielmehr fungiert es als eine Art Mini-Bildschirm, auf dem die Zeit – geformt durch die Segmente einer Flüssigkristallanzeige – erscheint. Ein Ticken ist nicht zu vernehmen. Dafür aber ein Blinken, immer und immer wieder. Statt des auditiven wird also primär der visuelle Sinn angesprochen. Ja, die Digitaluhr ist ein besonderer Zeitanzeiger. Ein zeigerloses Schmuckstück, das in den 1970er-Jahren aufbrach, die Welt zu erobern, und diesen „Ansturm“ viele Jahrzehnte später repetieren will – und kann: Kein Zweifel, Digitaluhren sind wieder im Trend!

Vom Statussymbol…

Mit dem Erwachen der Quarz-Armbanduhr erreichte allmählich auch die Digitaluhr den Weltmarkt. Beide Umbrüche der Zeitaufnahme beziehungsweise -darbietung ereigneten sich zu Beginn der 1970er-Jahre. Nachdem der japanische Hersteller Seiko zu Weihnachten des Jahres 1969 seine 35SQ Astron vorstellte und damit den (vorübergehenden) Triumphzug der Quarz-Armbanduhr einleitete, gelang der Hamilton Watch Company (später Time Computer Inc.) kurze Zeit später der Geniestreich, die „neue“ Quarztechnik und eine Anzeige aus Leuchtdioden-Segmenten zu einem futuristischen Ganzen – der Digitaluhr – zu vereinen: Die Pulsar aus dem Jahre 1972 war die allererste Quarz-Digital-Armbanduhr der Welt – und nicht gerade günstig, kostete sie damals doch sogar mehr als ein Kleinwagen.

@wikipedia – Alison Cassidy
@wikipedia – Alison Cassidy

Kein Wunder, dass die Pulsar Anfang der 1970er-Jahre als Statussymbol galt, mit dem man sich wahrlich sehen lassen konnte (und wollte). Doch so blieb es nicht allzu lange.

… zum Billigfabrikat

Der sehnliche Wunsch, eine Digitaluhr zu tragen, währte gerade einmal ein halbes Jahrzehnt. Bereits 1975 wurden digitale Zeitanzeiger zum Inbegriff billiger Massenfabrikate. Satte 3,5 Millionen Digitaluhren entstanden noch im besagten Jahr – und gingen zu Spottpreisen über die Ladentheke. Der Digitalboom war Teil der Quarzkrise, die insbesondere für die Schweizer Uhrenindustrie eine immense Gefahr darstellte.

Zu lange ignorierten die Eidgenossen das, was sich so deutlich zeigte: die Erfolgswelle der analogen wie digitalen Quarzuhren zu Lasten der klassischen Modelle mit mechanischem Uhrwerk. Nach der entscheidenden Innovation, die in der Verbannung der stromfressenden roten Leuchtziffern und Einarbeitung der bis heute vorherrschenden Flüssigkristallanzeige (LCD) bestand, purzelten die Preise weiter. Und mit dieser Verbilligung verloren die Ausführungen natürlich auch ihren Statussymbolcharakter und büßten erheblich an Charme ein.

Ein gelungenes Comeback

@wikipedia – Luekk
@wikipedia – Luekk

In den 1980er-Jahren waren also schon wieder die analogen (und mechanischen) Modelle die begehrten Trenduhren, die jeder haben wollte – vielleicht auch weil sie nicht jeder haben konnte. So verwandelten sich die zuvor als cool und hip eingestuften Träger von Digitaluhren nach und nach zu Personen, die niemand mehr um ihre Zeitanzeiger beneidete, selbst wenn ebendiese Zeitanzeiger mit unzähligen Features (etwa Solarzellen, Rechner, Fernsehdisplay…) ausgestattet waren. Mit kunterbunten und unbedingt analogen Armbanduhren traf Swatch den Nerv der Zeit und setzte einen neuen Trend, der die digitalen Modelle urplötzlich unheimlich altmodisch aussehen ließ. Nichtsdestotrotz konnten digitale Zeitmesser in den letzten Jahren ein gelungenes Comeback feiern. Man besinnt sich wieder darauf, dass digital eben doch nicht so normal ist, wie es seit den 1980er-Jahren häufig den Anschein machte. Die technisch-funktionale Raffinesse, die hinter den Zeitanzeigern steht, wird erkannt – und völlig zurecht gepriesen.

Timex Ironman Original 8 Digitaluhr T5K838Im Sport funktional

Um die angesprochene technisch-funktionale Raffinesse zu verdeutlichen, seien beispielhaft kurz die Vorteile der digitalen Zeitanzeige im Sport angerissen: Digitale (Stopp-)Uhren bieten gegenüber analogen Varianten eine höhere Genauigkeit. Zudem kann man die (vergangene) Zeit wesentlich schneller ablesen und einschätzen. Außerdem bieten Digitaluhren wie beispielsweise aus der Timex Ironman Serie viele zusätzliche Funktionen. So lassen sich mit den intelligenten Quarzchronographen Rundenzeit anzeigen und speichern oder Erinnerungsfunktionen für wichtige Termine einstellen. Dies ist im Übrigen ein Punkt, der nicht allein für die bei Sportveranstaltungen eingesetzten Digitaluhren gilt, sondern auch bei „einfachen“ Digital-Modellen einen bedeutsamen Vorzug bildet.

Dass digitale Zeitanzeiger wieder auf der Überholspur sind, liegt neben der praktischen Komponente vor allem an der Optik – umso mehr, wenn es sich um Ausführungen in Retro-Designs handelt.

Timex Ironman Run x20 GPS Fitness-Uhr TW5K87500Mit Retro-Charme trendig

Digitaluhren in Retro-Designs sind momentan der Hit, wie man in der Straßenbahn, im Vorlesungssaal, beim Meeting oder im Café zweifellos erkennen kann. Viele junge Menschen tragen digitale Zeitanzeiger – und zwar am liebsten in goldener oder silberner Farbe. Eben in Couleurs, die an die Styles der 1980er- und 1990er-Jahre erinnern.

Dank einiger namhafter Hersteller wie Timex, Sector oder Calypso, denen die Begeisterung der jungen urbanen Bohème für den Retro-Chic vergangener Jahrzehnte nicht entgangen ist, sind Digitalmodelle heute wieder beliebte Trenduhren.

Timex Originals Timex 80 Digitaluhr TW2P48200Back to the roots – mit Timex

Die Originals Timex 80 Digitaluhr TW2P48200 für Herren ist ein Spiegelbild des begehrten Retro-Charmes. Highlights des stilsicheren Modells sind das goldfarbene Kunststoffgehäuse mit verschraubtem Edelstahlboden, das ebenfalls golden gehaltene Edelstahlarmband und die für Timex-Uhren typische Indiglo-Beleuchtung. Nicht zu vergessen, dass die Digitaluhr mit Chronographen-, Alarm- und Timerfunktion ausgestattet ist. Wer den (rein) sportlichen Look bevorzugt, wird bei Timex gleichfalls fündig: Wie wäre es beispielsweise mit der funktional beeindruckenden Ironman Run x20 GPS Fitness-Uhr TW5K87500, die in lässig grüner Farbe daherkommt?

No limits – Digitaluhren von Sector

Extremsportler mit Interesse an einer widerstandsfähigen Digitaluhr schauen sich am besten bei Sector um. Mit dem Expander Outdoor Digital Chronograph R32531274115 hat das italienische Label einen Zeitmesser kreiert, der sich in klassisch-edlem Weiß präsentiert und einige herausragende Funktionen – von der Stoppuhr mit Trainingsdatenspeicher bis hin zur LCD-Hintergrundbeleuchtung – mitbringt.

Calypso K55712 Damen DigitaluhrJust trendy – Calypso-Uhren

Wenn es jemandem gelingen kann, Digitalzeitanzeiger zu Trenduhren zu erheben, dann ist Calypso ein vielversprechender Kandidat. Der Uhrenhersteller, dessen „Mutter“ den renommierten Markennamen Festina trägt, begeistert durch schlichte bis farbenfrohe, in jedem Fall ultramoderne Digitaluhren für Frauen und Männer.

Auf Seiten der Damenuhren ist vor allem die K5571/2 Digitaluhr mit dem silberweißen Kunststoffgehäuse, dem rosa getönten Armband und der Wasserdichtigkeit bis 10 ATM zu nennen. Männern sei in erster Linie die Herrenuhr Digital K5704-7 in anthrazit-brauner Farbgebung ans Herz gelegt.

Digital Watches at its best – KHS-Uhren

Mehr Coolness als bei den digitalen Modellen von KHS geht kaum: Die Nato- oder Kunststoffarmbänder in verschiedenen naturnahen Tönen harmonieren exzellent mit den schlicht gestalteten Gehäusen, die eine ganze Reihe hochkarätiger Funktionen enthalten. Die Sentinel DC Einsatzuhr Tan KHS.SEDCT.NO beispielsweise verfügt über einen Dual-Timer (zwei Zeitzonen), eine Stopp-Funktion mit Zwischenzeiten und eine Kompass-Funktion.

Sie ist der perfekte Begleiter für intensive Einsätze und anspruchsvolle Uhrenliebhaber mit dem KHS Sentinel DC Einsatzuhr Tan KHS SEDCT NOAnliegen, schlichte Lässigkeit, Retro-Charme und funktionale Erstklassigkeit in einer einzigen Digitaluhr zu verbinden.

Die Digitaluhr ist zurück

Ja, Digitaluhren – insbesondere solche im Retro-Style – sind zurück auf der großen Bühne. Schmückten sie lange nur noch wenige Handgelenke, gelten sie heute wieder als echte Trenduhren – trotz oder auch wegen ihrer fairen Preise. Vor allem die junge großstädtische Generation greift gerne zu digitalen Zeitanzeigern in goldenen, silbernen oder bunt fröhlichen Designs. Doch letzten Endes spielt das Alter keine Rolle, weder das der Träger noch das der Uhren – Trend ist schließlich Trend!