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Keramikuhren – Wachsender Uhrentrend mit praktischem Nutzen

Im ersten Moment würde man Keramik nicht zu den typischen Werkstoffen der Uhrenbranche zählen. Das Material ist vielmehr bekannt dafür, als Geschirr im Küchenschrank oder vielleicht noch in Form von Dekofiguren in der Wohnzimmervitrine zu stehen. Tatsächlich wird es jedoch zunehmend häufiger auch zur Herstellung von Uhrengehäusen genutzt – mit gutem Grund: Keramikuhren bringen zahlreiche Vorteile mit sich. Ein wachsender Uhrentrend, den wir genauer beleuchten!

Eine kleine Geschichte zu einem großen Material

Keramische Werkstoffe gibt es seit Tausenden von Jahren. Schon in der Antike fertigten die Menschen Geschirr und Schmuck aus keramischem Steingut und ließen es im Feuer härten. Natürlich hatten die Resultate nicht die vollendete Ebenmäßigkeit und Schönheit der heutigen Erzeugnisse. Allerdings standen unseren Vorfahren auch nicht die fortschrittlichen Methoden des 20. und 21. Jahrhunderts zur Verfügung.

Carucci Enna II Damen Automatikuhr CA2206BK

In der modernen Welt

Heute sind die anorganischen, feinkörnigen Rohstoffe, die unter dem Begriff Keramik zusammengefasst werden, aus vielen Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken.

Steinzeug, Porzellan und Co. erhalten etwa in technischen und medizinischen Segmenten die Gestalt von Maschinenbauteilen, Zahnkronen oder künstlichen Hüftgelenken – und seit einigen Jahren machen auch Uhrenhersteller Gebrauch von dem hochstabilen und farblich flexiblen Material.

Die Initialzündung für Keramikuhren

Die ersten Uhren mit keramischen Werkteilen kamen schon in den 1980ern auf den Markt. Rado und IWC fungierten dabei als Vorreiter. Zunächst bestanden nur die Armbänder aus der Materie, bis kurze Zeit später auch Zeitanzeiger erschienen, deren Gehäuse und Kronen aus dem Werkstoff hergestellt waren. Diese drei Elemente sind nach wie vor die Hauptkandidaten für eine keramische Produktion. Darüber hinaus weisen verschiedene Uhren Verzierungen aus dem Material auf.

Yves Camani Cereste Damenuhr YC1077-D

Über den Herstellungsprozess für die Uhrenbranche

Jene keramischen Massen, die in der Uhrenbranche zum Einsatz kommen, werden aus sehr viel feineren Grundstoffen produziert als Keramikartikel, die man sonst aus dem Alltag kennt, beispielsweise Geschirr, Fliesen oder Ziegelsteine. Oftmals handelt es sich um sogenannte Zirkonoxidkeramik, die auf dem chemischen Element Zirkonium, das den Metallen zugeordnet ist, basiert.

Eichmueller Keramik Damenuhr 5805-02 weiss-silberVon fein gemahlenem Mehl…

Beim Brennen des Zirkoniums kommt es zur Sauerstoffaufnahme – in der Folge bildet sich Zirkoniumdioxid. Der Ausgangsstoff für Keramikuhren erinnert an gemahlenes Mehl.

In der Regel ist er von weißer Farbe und sehr feinkörnig. Ein Körnchen weist üblicherweise eine Größe von nur einem Tausendstelmillimeter auf – dies entspricht ungefähr einem Fünftel der Dicke eines menschlichen Haares.

… zu Hightech Keramikuhren

Ihre finale Form erhalten die Keramikkomponenten durch Sintern. Bei dieser Methode wird das „Mehl“ unter hohem Druck und bei Temperaturen von über 1.400 Grad Celsius erhitzt. Die kleinen Körnchen verbinden und verdichten sich. Man kann sich den Prozess ein bisschen wie beim Kuchenbacken vorstellen. Um die keramischen Stoffe in komplexe und präzise Formen zu bringen, wird ein spezielles Spritzgussverfahren angewandt: das Ceramics Injection Molding (CIM). Zum Schluss schleift und fräst man die Keramikteile und poliert sie mit Diamantenstaub. Dies verleiht ihnen den typisch seidigen Schimmer.

Eichmueller Keramik Damenuhr 5805-03 schwarz-silberDie überzeugenden Vorteile von Keramikuhren

Schon das Zirkoniumoxid, das als Ausgangsmaterial dient, hat für den späteren Gebrauch sehr wichtige Eigenschaften: Es ist diamagnetisch und äußerst säurebeständig. Zudem besitzt der Stoff eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen, mechanischen und thermischen Einflüssen. Nach der Verdichtung entsteht eine Hochleistungskeramik, die sich über ihre extreme Härte und Robustheit definiert.

Kräftig und leicht zugleich

Trotz der Stärke des Materials sind Keramikuhren von geringem Gewicht und dementsprechend angenehm zu tragen. Hinzu kommen die antiallergischen Charakteristika. Sie gewährleisten, dass ausnahmslos jeder eine Uhr mit Keramikgehäuse und -armband anlegen kann, ohne Hautirritationen befürchten zu müssen. Weiterhin nimmt Keramik die Hauttemperatur an, was den Tragekomfort zusätzlich erhöht.

Nicht zu vergessen, dass die keramischen Bestandteile enorm kratzfest sind und dadurch lange Zeit wie neu aussehen.

Stilvolle Keramikuhren von namhaften Herstellern

Im Bereich der Mode- und Markenuhren gibt es inzwischen viele Marken, die Zeitanzeiger mit Keramikkomponenten kreieren. Die namhaftesten sind Festina, KHS, Carucci, Yves Camani und Bering. Dabei ist das dänische Unternehmen Bering hervorzuheben – es hat gar eine ganze Keramikkollektion lanciert.

Bering Ceramic Collection Multifunktions Herrenuhr 32339-782Bering Ceramic Collection

Die Uhren der Bering Ceramic Collection präsentieren sich so elegant, zeitlos und hochwertig wie die dänische Marke im Allgemeinen. Bering Ceramic Damenuhren sind ebenso erhältlich wie Ausführungen für Herren. Je nach Exemplar ist mal die Lünette aus Keramik gefertigt, mal das Gehäuse.

Besonders häufig verwendet Bering keramische Zierelemente für das Armband.

Keramische Lünette im edlen Stil

Bei der Bering Ceramic Multifunktionsherrenuhr 32339-782 harmonieren die polierte Keramiklünette und das Edelstahlarmband mit Keramikeinsätzen in Schwarz perfekt mit dem stylischen Zifferblatt in Carbon Optik sowie mit den weißen und roten Farbtupfern in Form der Zeiger, Ziffern und Indizes.

Bering Ceramic Collection Herrenuhr 32039-447 Milanaiseband 39 mmZeitanzeiger mit erstklassigem Keramikgehäuse

Wer eine klassische Bering Ceramic Herrenuhr mit schwarzem Keramikgehäuse wünscht, sollte das edle Modell 32039-447 mit dem strahlend blauen Zifferblatt und dem aus Edelstahl produzierten Milanaisearmband genauer unter die Lupe nehmen. Es überzeugt zudem durch luxuriöses Saphirglas.

Uhren mit keramischen Zierelementen

Die meisten Uhren der Bering Ceramic Collection kommen mit keramischen Zierelementen daher. So auch die Damenuhr 32426-765, deren roséfarbenes Edelstahlarmband mit braunen Keramikeinsätzen begeistert. Weitere Highlights der Ausführung sind die mit Zirkoniasteinen besetzte Lünette und das braune Zifferblatt in Perlmuttoptik.

Bering Ceramic Collection Damenuhr 32426-765 Edelstahlband 26 mm

Uhren aus Keramik von Yves Camani

Ausdrucksstarke Designs und hochwertige Materialien haben bei Yves Camani Uhren oberste Priorität. Demnach überrascht es nicht, dass das Sortiment des deutschen Herstellers auch mehrere Keramikuhren beherbergt, so beispielsweise die Cereste Damenuhr YC1077-C mit einem Keramikgehäuse und einem Keramikarmband in graubrauner Farbgebung. Das perlmuttfarbene Zifferblatt des Modells ist mit Zirkoniasteinen besetzt; die Edelstahllünette weist schicke Kristalle auf.

Yves Camani Cereste Damenuhr YC1077-C

Keramikuhren aus dem Hause Carucci

Auch bei Carucci, dem nordrhein-westfälischen Label mit italienischem Touch, finden sich einzelne Zeitanzeiger mit keramischen Bestandteilen.

Carucci Catania CA7112BK Keramik Automatikuhr Carucci Enna II Damen Automatikuhr CA2206RG-WH

Die Automatikuhr Catania CA7112BK für Herren besitzt beispielsweise ein Keramikgehäuse und auch ein Keramikarmband in Schwarz. Weibliche Fans der Firma werfen am besten einen Blick auf die Enna II Automatikuhr CA2206RG-WH in der Farbkombination Roségold-Weiß. Sie ist mit einem Edelstahlkeramikband ausgestattet.

KHS Einsatzuhren mit keramischen Elementen

Viele KHS Einsatzuhren weisen eine Keramiklünette auf. Die entsprechenden Zeitanzeigern stammen aus den robusten Enforcer Kollektionen von KHS.

Die KHS Enforcer Titan bringt neben dem keramischen Special auch noch Elemente aus dem zweiten Trendmaterial Titan mit.

Festina F16536-1 Ceramic DamenuhrFestina Keramik Uhren mit Trendpotenzial

Abwechslungsreiche Keramikmodelle werden auch von einer der bekanntesten Modeuhrenmarken überhaupt hergestellt: Festina Keramik Damenuhren faszinieren durch ihre trendig elegante Ausstrahlung in klassischen Tönen.

Dabei sticht die silberfarbene Ausführung F16536-1 mit dem eckigen Edelstahlgehäuse besonders hervor.

Das Edelstahlarmband des Festina Keramik Modells ist mit weißen Keramikeinsätzen geschmückt. Zudem freut das mit Kristallen besetzte Zifferblatt das Auge des Betrachters.

Keramikuhren – optisch und funktional on top

Es ist das einzigartige Zusammenwirken der optischen und funktionalen Vorzüge, das Keramik für die Herstellung von Armbanduhren so interessant macht. Wir sind uns absolut sicher, dass nach und nach immer mehr Uhrenunternehmen auf das hochwertige Material zurückgreifen und außergewöhnlich schöne Zeitanzeiger erschaffen werden.