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Schweizer Uhren

« Zurecht ein Qualitätsmerkmal »

In der Schweiz wird die Uhrmacherei nicht nur beherrscht wie nirgendwo sonst, sondern regelrecht verehrt. Sie ist schlechthin das Aushängeschild des Alpenstaates. Obwohl die Uhrenindustrie in den Vereinigten Staaten von Amerika beginnt, gilt der bergige Nachbar Deutschlands als Mutterland der horologischen Handwerkskunst. Wir gehen den geschichtsträchtigen und dauertrendigen Schweizer Uhren auf den Grund und zeigen die Hochwertigkeit auf, die hinter dem Prädikat „Swiss Made“ steckt.

Die ruhmreiche Swiss-Made-Geschichte

Überraschenderweise war es kein Eidgenosse, der die Uhrmacherkunst in der Schweiz zum Leben erweckte. Der Erfolgszug der helvetischen Uhrenindustrie ist wohl hugenottischen Flüchtlingen aus Frankreich zu verdanken, wie verschiedene Quellen vermuten lassen.

Swiss Made
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Schon im Jahr 1584 soll der Franzose Charles Cusin nach Genf gekommen sein, um den einheimischen Goldschmieden sein Handwerk beizubringen – und sein Handwerk war die Uhrmacherei. Berichten zufolge kehrte Cusin bald wieder in seine Heimat zurück, doch die Herstellung von Zeitanzeigern in der Schweiz florierte auch nach dem Verschwinden des Vorreiters weiter. Ende des 17. Jahrhunderts beschäftigten um die 100 Meister rund dreihundert Gesellen. Angesichts der Tatsache, dass Genf bereits damals ein Zentrum der Gold- und Silberschmiede war, verwundert es nicht, dass die Uhren dort von Beginn an kostbar ausgestattet wurden.

Die Anfänge von Swiss Made finden in den gegenwärtig erhältlichen Zeitanzeigern von Schweizer Uhrenmarken einen glasklaren Spiegel.

Ein Höchstmaß an Qualität ist seit je her das kennzeichnende Charakteristikum von Schweizer Uhren. Und doch schlitterte die Uhrennation Nummer Eins mehrfach in heftige Krisen. Warum? Weil sie sich manchmal selbst im Weg steht!

Swiss Made Watches im Wechselbad der Gefühle

Totgesagte leben länger: So heißt es in einem bekannten Sprichwort. Schweizer Uhren und ihre Hersteller wurden im Laufe der Jahrhunderte wieder und wieder abgeschrieben – und kehrten doch stets auf die Weltbühne der Uhrmacherkunst zurück. So gelten Sie auch heute als unverzichtbarer Bestandteil der internationalen Uhrenindustrie. Dennoch lohnt es sich, näher zu beleuchten, was es war, das Schweizer Uhrenhersteller in große und für einige Betriebe unüberwindbare Schwierigkeiten brachte.

Der Mangel an Effizienz

Um 1870 geriet die erfolgsverwöhnte Uhrenindustrie in der Schweiz erstmals in arge Not, wie folgende Zahlen belegen: Konnten im Jahr 1872 noch knapp 370.000 Zeitanzeiger in die Vereinigten Staaten von Amerika, die damals das wichtigste Exportland waren, geliefert werden, reduzierte sich die Menge 1875 auf 70.000 Exemplare. Die Ursache des drastischen Rückgangs lag in der fortschrittlichen Uhrenproduktion Amerikas begründet. Dortige Fabriken stellten Zeitanzeiger mithilfe technisch anspruchsvoller Spezialmaschinen her. Darüber hinaus setzten sie auf eine maximale Arbeitsteilung.

Jobo 013082 Taschenuhr mit Handaufzug

Die Folge war eine ungeheure Effizienz: Während die Kreation einer Taschenuhr in der Schweiz durchschnittlich 75 Stunden in Anspruch nahm, dauerte derselbe Prozess in den Vereinigten Staaten gerade einmal 20 Stunden. Nach kurzem Beharren auf der eigenen, traditionellen Vorgehensweise setzte bei den Schweizern aber doch ein Umdenken ein. Mehr und mehr eidgenössische Uhrenhersteller übernahmen das amerikanische Produktionssystem und brachten den Erfolg zurück. Um 1900 war die Schweiz schon wieder das weltweit führende Land innerhalb der Uhrenbranche.

Das Festhalten an Tradition

Der zweite große Crash der Schweizer Uhrenindustrie ist den meisten Uhrenliebhabern wenigstens namentlich bekannt. Als zum Ende des Jahres 1969 die erste Quarzuhr auf den Markt kam und damit einen Boom zugunsten elektronisch betriebener und unwahrscheinlich günstiger Zeitanzeiger auslöste, nahm die Quarzkrise ihren Lauf. Die Schweizer Uhrenhersteller sahen partout nicht ein, auf den Zug aufzuspringen. Stattdessen verloren sie sich mehrere Jahre in dem inneren Zwang, die Optimierung ihrer mechanischen Uhren auf die Spitze zu treiben.

Doch es gab bei dieser löblichen Aufgabe einen entscheidenden Haken: Die Menschen kauften preiswerte Quarzuhren und ließen die Handaufzugs- und Automatikmodelle mehr oder weniger links liegen.

Nur wenige Unternehmen überlebten die Quarzkrise – es gelang ihnen, weil sie sich rechtzeitig besinnten und fortan neben mechanischen auch quarzgesteuerte Zeitanzeiger produzierten. Seither vereinen sowohl die Luxus- als auch die Modemarken aus der Schweiz alle Arten von Werken in ihren umfassenden Sortimenten – und jedes Erzeugnis, ob Handaufzug, Automatik oder Quarz, überzeugt durch exzellente Qualität. So schließt sich der Kreis zu dem, was Schweizer Uhren schon vor vielen Jahrhunderten auszeichnete.

Schweizer Uhrenmarken von luxuriös bis trendy

Natürlich wird die Schweizer Uhrenindustrie gerne und entsprechend oft mit Luxusherstellern wie Breitling, Omega oder Tag Heuer in Verbindung gebracht. Von der Qualität dieser Edeluhren profitieren jedoch auch Freunde von Markenuhren die preislich nicht im vierstelligen Bereich beginnen: Trend-Labels wie Jaguar, Luminox oder Swiss Military Hanowa profitieren von Technik und Design der Luxusuhren und glänzen ebenfalls durch qualitativ herausragende Zeitanzeiger. Von den Swiss Made Uhrwerken bis hin zu den Gehäusematerialien und Uhrendesigns überzeugen sämtliche Details auf ganzer Linie.

Jaguar Uhren

Jaguar Swiss Made Chronograph J6673Gegründet im Jahr 1938 vom einstigen Schweizer Uhrmacher Peter Haas, gehören Jaguar Uhren seit 1989 zur beliebten Festina Group. Die Zeitanzeiger präsentieren sich sportlich, kraftvoll, elegant und anmutig wie das faszinierende Raubtier, nach dem sie benannt sind. Exemplarisch sei der Jaguar Swiss Made Chronograph J667/3 erwähnt, dessen markante Eigenschaften das dunkelgrüne Zifferblatt, das schwarze Lederarmband und das robuste Saphirglas bilden. Neben der obligatorischen Stoppfunktion kommt das Modell mit einer Kleinen Sekunde, einer Datumsanzeige und einer Wasserdichtigkeit bis zehn ATM daher.

MetalCH Initial Uhr 134044 44 mmMetal.CH

Uhren von Metal.CH sind edel, modern und massiv designt. Das Trendlabel aus Neuchâtel setzt auf große Gehäuse, einen speziellen Kronenschutz und klassische Farben. Des Weiteren geben in den stilvollen Ausführungen gemeinhin Ronda-Uhrwerke den präzisen Takt vor. Eine der schönsten Uhren des Herstellers ist die Initial 1340.44 in der schicken Farbkombination Dunkelbraun-Roségold. Die nachleuchtenden Zeiger sorgen für eine perfekte Ablesbarkeit der Zeit auch bei Nacht.

Swiss Military Hanowa Swiss Soldier Prime Herrenuhr 06-523104003 Edelstahlband 39 mmSwiss Military Hanowa

Swiss Military Hanowa existiert seit 1963. Die Uhren der Firma verkörpern den typischen Schweizer Stil: Kompromisslose Funktionalität einschließlich erstklassiger Präzision verbindet sich vorzüglich mit individuellen Designs von sportlich bis elegant.

Die Soldier Prime Herrenuhr 06-5231.04.003 ist ein exzellentes Beispiel für die Produktionen der Uhrenmarke. Sie zeigt sich schlicht designt mit dem Edelstahlarmband und dem übersichtlichen blauen Zifferblatt. Im Fokus steht die Hochwertigkeit, ersichtlich unter anderem an der hervorragenden Verarbeitung bester Materialien und am ganggenauen Ronda-515-Quarzuhrwerk.

Luminox Swiss Made Atacama Field Chronograph 1940 Series GGLL1944Luminox

Bei Luminox handelt es sich um ein relativ junges Unternehmen aus der Schweiz. Die im Jahr 1989 von Barry Cohen ins Leben gerufene Firma gilt als innovativer Hersteller hochwertiger Armbanduhren. Grund dafür ist nicht zuletzt das patentierte Beleuchtungssystem, das in sämtlichen Zeitanzeigern des Labels steckt und erhellende Augenblicke bei absoluter Dunkelheit beschert. Zu den Hochkarätern von Luminox zählt etwa der Swiss Made Atacama Field Chronograph 1940 Series GGL.L1944 mit entspiegeltem Saphirglas, Ronda-Uhrwerk und vielen praktischen Funktionen. Auch die Farbgestaltung in Silber, Blau, Weiß und Hellbraun weiß zu gefallen.

Swiss Made – Zeitanzeiger vollkommener Qualität

Wer mit Swiss Made Schmuckstücken in Verbindung kommt, weiß, dass er es mit erstklassig verarbeiteten Accessoires voller Präzision und Eleganz zu tun hat. Die Schweizer lieben, leben und zelebrieren die Uhrmacherkunst. Sie konzentrieren sich seit jeher auf die Gewährleistung bester Qualität und die Überlieferung ihrer Traditionen.

Auch wenn an der stetigen Verteidigung dieser Philosophie im Laufe der Uhrengeschichte mehrere Schweizer Uhrenhersteller zugrunde gingen: Die Prinzipien der Marken und Merkmale der Uhren aus der Schweiz werden ewig begeistern – im Luxus- wie im Markensegment.