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Uhrenband tauschen

«Neuer Look: Uhrenband tauschen ganz einfach!»

Die inneren Werte zählen? Gewiss. Das Uhrwerk als Herz des Zeitmessers und dessen Funktionalität bestimmen in hohem Maße den Attraktivitätsgrad des Accessoires. Doch nicht allein. Eine entscheidende Rolle spielt auch das Armband. Es verbindet den Träger mit der Uhr – und beeinflusst das optische Wirken. Eine Eigenschaft, die man sich zunutze machen kann, ja sogar sollte. Denn Uhrenarmbänder sind austauschbar, sie lassen sich eigenhändig wechseln und an den jeweiligen Anlass, Trends oder den aktuellen Geschmack anpassen. Erfahren Sie hier wie Sie Ihr Uhrenband tauschen! 

Detomaso SL1592C-CH Genova Chronograph

Metall, Leder, Kautschuk und Textil – wir führen Sie durch das Spektrum der wesentlichen Armbandmaterialien, präsentieren Ihnen Gründe für den Austausch des Bands und zeigen wie Sie diesen konkret und vor allem korrekt vornehmen.

Uhrenarmband ist nicht gleich Uhrenarmband – eine Frage des Stils

Wer sich und sein Styling ganz der Eleganz verschrieben hat, wird mit einem Uhrenarmband aus Kautschuk höchstwahrscheinlich nicht froh. Stattdessen kommen Metall oder Leder in Betracht. Kautschuk ist eher etwas für Unterwasserakrobaten und andere Sportler sowie generell Menschen, die ein sportliches Erscheinungsbild an den Tag legen (wollen). Alternativ eignen sich für den letztgenannten Zweck auch Armbänder aus Textil.

KHS Titan-Armband für Platoon Titan Chronograph KHSE.PTC1.20

All das sind grundlegende „Empfehlungen“, die wir sogleich ein wenig relativieren müssen: Was spricht dagegen, ein an und für sich elegantes Auftreten mit einem sportiven Element zu kombinieren? Oder umgekehrt den sportlichen Look durch ein elegant anmutendes Accessoire aufzupeppen? Maximal der persönliche Geschmack. Ansonsten gelingt es nämlich gerade solchen Kontrasten, der Ausstrahlung das „gewisse Etwas“ zu verleihen. Zudem erscheinen ein Lederarmband mitunter auch lässig oder ein textiles Modell elegant, wenn die Uhr und der Träger entsprechend dazu passen.

Theoretisch gibt es demnach vielfältige Möglichkeiten, Armbänder bewusst zur Verstärkung oder Abschwächung des individuellen Stils einzusetzen. Praktisch sieht dies anders aus: Nicht jedem gefällt jedes Material – und dann ist da ja auch noch der bedeutende Aspekt der Verträglichkeit und des Tragegefühls.

Eichmüller Edelstahlband poliert Sicherheits-FaltschliesseWas für Uhrenbänder gibt es überhaupt?

Bei metallenen Gliederarmbändern dominieren jene aus Edelstahl, deren größte Stärken die Stabilität und Korrosionsbeständigkeit sind. Selbiges gilt auch für Armbänder aus Titan, die im Vergleich zu ihren stählernen Pendants wesentlich leichter ausfallen. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb Uhren mit Titanarmbändern in der Luft- und Raumfahrt gerne und häufig Anwendung finden. Armbänder aus Metall oder Edelstahl zeichnen sich generell durch ihre lange Haltbarkeit und die aufwandsarme Pflege aus. Nickelallergiker sollten vor allem bei Edelstahlarmbändern achtsam sein, ob das Allergen enthalten ist.

Eichmüller Lederarmband braun vintage lookAls Naturmaterial trägt sich Leder ausgesprochen angenehm. Es schmiegt sich regelrecht an die Haut und ist atmungsaktiv. In unbehandeltem Zustand – heißt ohne Konservierungs- oder Farbstoffe – bereiten die Produkte hinsichtlich Verträglichkeit gemeinhin keine Probleme. Lederarmbänder stehen in diversen Farben, Qualitäten und Verarbeitungen zur Verfügung – angesichts ihrer Hochwertigkeit sind Modelle aus Hai-, Krokodil- und Hirschleder besonders begehrt. Koloristisch präsentiert sich das Ledersortiment sehr braunlastig, was den natürlichen Charakter des Materials unterstreichen soll. Jedoch kommen auch Lederbänder in Weiß, Blau, Rosa oder Tiefschwarz zum Einsatz.

Eichmüller Kautschukarmband schwarz DornschliesseElastizität ist einer der wesentlichen Vorzüge von Kautschukarmbändern. Darüber hinaus erweisen sie sich als enorm widerstandsfähig: Schweiß und anderweitige Feuchtigkeit können dem Gummi nichts anhaben. Insofern ist es auch gestattet, Unterwasserwelten mit einem solchen Armband zu erkunden – vorausgesetzt, die Uhr selbst hält dieser Belastung stand. Optisch setzen Armbänder aus Kautschuk in erster Linie durch ihre Farbenvielfalt und -intensität Akzente.

Und dann sind da noch die textilen Armbänder, unter denen eines ganz besonders hervorragt: das trendige Natoband, das sich seit den 1970er-Jahren kontinuierlich vom militärischen Equipment zum modischen Kultobjekt zu entwickeln scheint. Die Modelle aus Nylon sind strapazierfähig und haltbar, doch wiederum nur dann sinnvoll, wenn man an keiner entsprechenden Allergie leidet. Eines der wichtigsten definierenden Merkmale ist die Tatsache, dass es sich beim Nato- um ein sogenanntes Durchzugsband handelt, das sich so einfach wie kein anderes Uhrenband tauschen lässt.

Detomaso Firenze Stripes Chronograph DT1070-B

Höchste Zeit für einen Armbandaustausch

Lederarmbänder sind Naturprodukte und daher recht empfindlich. Schweiß und andere Feuchtigkeit, Chemikalien sowie Abrieb fördern den Verschleiß leider: Das Material wird brüchig, in den feinen Poren sammeln sich zunehmend mehr Unreinheiten und Bakterien. Demnach haben lederne Bänder nur eine begrenzte Lebensdauer und sollten je nach Tragegewohnheit alle ein bis zwei Jahre ersetzt werden.

Yves Camani 302-GRG Golden Twinkle Damenuhr

Metallene Ausführungen erhalten unter Umständen mit der Zeit Kratzer und ähnliche Beschädigungen, sodass es aus ästhetischen Gründen angebracht ist, einen Armbandwechsel vorzunehmen. Bei Gummi- oder Textilbändern können unschöne Gebrauchsspuren ursächlich für den Tausch sein.

Yves Camani Anwen Herrenuhr YC1065-G

Neben den tendenziell funktionalen Auslösern – im Sinne einer vorliegenden Beschädigung – ist es jedoch auch denkbar, rein ästhetisch begründet zu handeln: Man sehnt sich nach einer optischen Veränderung, möchte die Uhr einem speziellen Anlass anpassen oder findet grundsätzlich Gefallen daran, das Uhrenarmband regelmäßig zu tauschen, um so neue Farbkombinationen für sich zu entdecken.

Allgemeine Hinweise zum Austausch des Uhrenarmbands

Prinzipiell kann man das Armband (problemlos) in Eigenregie austauschen. Vorsicht beim Hantieren mit der Uhr und den Werkzeugen ist jedoch geboten, um keine Beschädigungen zu riskieren.

In der Regel sind Armbänder durch sogenannte Federstege an den Uhrengehäusen befestigt. Hierbei handelt es sich um kleine Metallstäbe beziehungsweise -röhrchen mit einer Feder im Inneren, deren Enden sich nach innen drücken lassen. Die Stifte werden in die Bandenden geschoben und daraufhin zwischen den Bandanstößen eingeklemmt, um die Bänder zu halten.

Yves Camani Nonette Damenuhr YC1073-A

Für das Wechseln selbst benötigt man preisgünstiges Federstegbesteck, einen Uhrmacher-Schraubendreher, eventuell neue Federstege (sofern die alten schon zu beansprucht sind, um noch einmal eingesetzt zu werden), das neue Armband sowie ein wenig Fingerspitzengefühl.

Neue Federstege sollten den alten Ausführungen sowohl in puncto Länge als auch hinsichtlich der Aufmachung (mit oder ohne Ansatz) entsprechen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass Uhren mit durchbohrten Anstößen ausschließlich mit Federstegen ohne Ansatz harmonieren. Demgegenüber eignen sich Federstege mit Ansatz sowohl für durchbohrte als auch nicht-durchbohrte Anstöße.

Das Federstegbesteck weist zwei verschiedene Enden auf: eine Spitze und eine Gabel. Erstere kommt bei durchbohrten, Letztere bei nicht-durchbohrten Anstößen zum Einsatz.

Detomaso Inchiostro Digitaluhr DT2035-A

Manche Uhren sind mit verschraubten Bandanstößen versehen. Hierfür benötigt man einen speziellen Uhrmacher-Schraubendreher. Wir raten ausdrücklich davon ab, einen herkömmlichen Feinmechaniker-Schraubendreher zu verwenden. Dieser ist in der Regel zu groß und droht die Schrauben und Bänder zu beschädigen.

Schließlich gibt es auch noch Uhren mit festen Federstegen, die man nicht entfernen kann. In einem solchen Fall muss zwingend auf spezielle Armbänder mit Klebe-, Spangen- oder Splintanstoß zurückgegriffen werden.

Schritt für Schritt – So können Sie Ihr Uhrenband tauschen

Man nehme das Federstegbesteck zur Hand. Operiert man mit der Gabel (bei nicht-durchbohrten Anstößen), so setzt man diese zwischen Band und Uhrengehäuse auf den Federsteg an, übt nach innen, Richtung Bandmitte, Druck aus und bewegt das Band behutsam nach unten, um es zu lösen. Hat man es demgegenüber mit der Spitze zu tun (bei durchbohrten Anstößen), drückt man von außen gegen den Steg, sodass dieser samt Armband aus der Halterung herausspringt.

Anschließend entfernt man die Federstege aus dem alten Armband und schiebt diese in die Enden des neuen Modells. Der Rest ist eine Kopie des oben beschriebenen Entfernens – bloß in umgekehrter Reihenfolge. Am oberen Ende des Gehäuses (bei der Zwölf) muss der Teil mit der Schließe eingerastet werden.

Von KHS bis TW-Steel – Markenarmbänder fürs individuelle Styling

KHS, Oozoo, Perigaum, TW-Steel, Daniel Wellington und viele andere: Bei der Gestaltung der einzelnen Armbänder geht es jedem Label vor allem um optionale Vielfalt für den Kunden. Buchstäblich im Handumdrehen wird aus dem sportlichen Chronographen mit Natoband ein eleganter Eyecatcher mit Lederelement – die perfekte Verwandlung für ein Business-Meeting oder das abendliche Rendezvous. Das Uhrenband tauschen ist trendy und einfach. Der klassische Look soll ausnahmsweise dem lässig-frechen Style weichen? Textile Armbänder mit bunten Mustern schaffen beste Voraussetzungen. Mit anfangs etwas Übung und dem Spaß an der Veränderung ist mit neuen Uhrenbändern so gut wie alles möglich.